Leseprobe 1

Dritter Kontakt, dritte Pleite.
Third time is a charm? Auf englische Sprichwörter war ebenso wenig Verlass wie auf irische Geschäftspartner, die Wettervorhersage oder Wahlversprechen. Da wollte er einen Anstandsbesuch machen und sich gentlemanlike nach ihrem Genesungsprozess erkundigen und war prompt mit einer Rüge in vorwurfsvollem Ton empfangen worden.
»Du hättest mich ja einfach fragen können!«
Damit hatte sie ihn auf dem komplett falschen Fuß erwischt. Seit jeher hatte er lieber nachher um Verzeihung statt vorher um Erlaubnis gebeten. Bei seinen Lehrern, bei seiner Mutter, bei seinen Freundinnen.
»Du hättest mich ja einfach fragen können!«
Das brauchte er ungefähr so dringend wie einen Sendeausfall beim Elfmeterschießen seines Lieblingsfußballclubs, einen Frosch in seinem Bierglas oder einen aufsässigen Polier.
»Du hättest mich ja einfach fragen können!«
Was hatte ihn geritten, sie aufzusuchen und nachzufragen? Scharwenzelten wahrlich genügend Kümmerlinge um sie herum, die sie hofierten, unterstützten und ihr Trost zusprachen. Tat ihr zweifelsfrei gut. Sie sah frischer, gelassener, irgendwie lebendiger aus. Insgeheim korrigierte er seine ursprüngliche Schätzung von ›Mitte vierzig‹ auf ›um die vierzig‹, vielleicht auch ›knapp darunter‹.
Andi schwärmte seit Tagen in höchsten Tönen von ihr. »Die Gute. Enorm gesundheitsbewusst, das sieht man an ihrer makellosen Haut. Und erfrischend natürlich. Eine taffe Geschäftsfrau noch dazu, eine echte Gneißerbraut. Weißt du, dass bei ihr Künstler und Musiker aus aller Welt abhängen? Die jammen sich da jeden Mittwoch weg. Und Chrissie mittendrin, das ist voll abgefahren. Jetzt will sie unbedingt mit mir büffeln, damit ich meine Reifeprüfung auf einer Maturaschule nachholen kann. Krass, was?«
»Und? Hast du schon maßgenommen?«
»Maßgenommen? Ich check‘s grad nicht. Meinst du meinen Intelligenzquodlibenten oder wie das Zeug heißt?«
»Nein, du Rindvieh. Für ihren Heiligenschein!«
Dabei war sie gar keine Heilige. Sondern äußerst gerissen. Und kleinlich obendrein. Ihn wegen Ruhestörung bei der Polizei anzuschwärzen. Was war denn das für eine Niedertracht? Eine Geste ihrer Empathie und Weltoffenheit vermutlich. Pah!
Deshalb waren sie auch gehörig aneinander gekracht.
Er hatte sie, als sie kurz nach 19:00 Uhr ihren Rollbalken hinunterfuhr und den letzten beiden Kundinnen oder deren Eistüten nachwinkte, brüsk zur Rede gestellt. »Hast du grundsätzlich oder nur im Frühling, Sommer, Herbst und Winter ein Problem damit, wenn sich andere amüsieren, unbeschwert ihre Freizeit und das Leben genießen?« Sie hatte ihn verständnislos angesehen, sanft den Kopf geschüttelt und um Worte gerungen. Fast meinte er, aufsteigende Tränen zu sehen. Aber so leicht konnte sie ihn nicht einwickeln.
»Es muss schließlich nicht jeder ein Vitamin-Junkie, Tofu-Fan oder Vollkorn-Anbeter sein. Was ist gegen ein Bierchen oder zwei, bei netter Musik und guter Laune einzuwenden?« »Nichts, überhaupt nichts. Ich zwinge doch niemand etwas auf? … Was man von dir übrigens nicht sagen kann«, hatte sie gefestigter hinzugesetzt. »Dein Musikgeschmack wird ja der ganzen Gasse eingehämmert.«
»Nun komm mir nicht so! Stimmungshits brauchen ganz einfach eine gewisse Lautstärke. Soll ich vielleicht Entspannungsmusik spielen und dazu passend Ayurveda-Tee ausschenken? Ach nein, auch nicht gut. Denn dann würdest du wahrscheinlich mit einer dubiosen Konkurrenzklausel und nicht genehmigtem Ausschank von energetischem Biogesöff daherkommen!«
»Hörst du dir eigentlich zu, wenn du sprichst? Du kannst doch nicht mir die Folgen deiner Gesetzesübertretung anlasten? Von Rücksicht auf Anrainer und Respektlosigkeit gegenüber Musikern mit Naturinstrumenten gar nicht zu reden. Kannst du ausschließlich an dich denken?«
»Ach, wenn jeder an sich denkt, dann ist eigentlich an alle gedacht.«
»So was von rücksichtslos und borniert. Ein Holzbrett ist nachgiebig im Vergleich zu deinem Kopf.«
»Das war ein Sche-erz, für alle Humorbefreiten zum Mitschreiben. Fehlt grad noch, dass du den Quatsch von ›Freiheit, die dort aufhört, wo die des anderen beginnt‹ zitierst, Frau Professor Spaßbremse. Ich nehme meinen ersten Satz zurück: Du hast kein Problem, du bist ein Problem. Genauer gesagt eine komplette Problemzone. Sei nur froh, dass deine Geschäftstür noch aufgeht und nicht derart verklemmt ist wie du bist!« Ohne Verabschiedung gingen sie auseinander.
Er im heftigen Groll, sie in verletztem Stolz. Beide verwundert über die Emotionalität ihres Wortwechsels. Mit unterschiedlicher Aufarbeitung des Disputs.
Christl ließ sich zu Hause ein Schaumbad ein, zündete eine Duftkerze an und versuchte, mit Meditationsmusik ihr inneres Gleichgewicht wiederzufinden.
Richie zapfte sich ein großes Bier, fluchte vor sich hin und spielte den Song »Kein Alkohol ist auch keine Lösung« in einer Lautstärke nahe der Schmerzgrenze ab. Diesmal funktionierte die übliche Copingstrategie mit Promille, dröhnender Musik, grölenden Kumpels und bereitwilligen Freundinnen allerdings nicht wirklich. Das war ärgerlich. Und höchst befremdlich. Sein Verdrängungs- und Ablenkungsmechanismus hatte bisher hervorragend gearbeitet. Besser als jede professionelle Kehrmaschine, gründlicher als der hochmodernste Dyson-Staubschlucker, zuverlässiger als der kraftvollste Kärcher. Jedes Krümelchen von schlechtem Gewissen, jeder Ansatz von Skrupel, jeder Funke Schuldbewusstsein war effizient entfernt, hinweggefegt, vernichtet worden. Diesmal nichts dergleichen.
Entweder waren seine derzeitigen Probleme zu groß oder er und seine bewährte Bewältigungsmethode hatten sich auseinandergelebt wie ein Ehepaar nach zahlreichen, freudlosen, gemeinsamen Jahren. Woher hatte sie bloß von seinen Kontakten zu Herbert erfahren? Der war vielleicht ausgezuckt, nachdem er vernommen hatte, dass sie aufgeflogen waren. Um Unterstützung brauchte er den in naher Zukunft nicht mehr bitten. So viel Schmiergeld in Form von Freibier konnte Richie ihm gar nicht bieten, die zur Besänftigung nötig wären. Diesmal ließen seine Verarbeitungsprinzipien und zu allem Überfluss gleichzeitig seine Seilschaften aus.
Und wie ging Mann damit um? Verdrängen, dass es etwas zu verdrängen gab, was sich nicht verdrängen ließ?
Frauen hatten es da seiner Meinung nach entschieden leichter.
Die hatten das Entschuldigungs- und Versöhnungs-Gen in sich und ihre Freude daran, jede Schuld auf sich zu nehmen, Fehler bei sich zu suchen und Neuanfänge zu wagen, selbst, wenn sie sich bereits fünf Mal eine blutige Nase geholt hatten. Die mussten auch nicht fürchten, deswegen von ihren Kumpels verlacht, für nicht voll genommen oder als Motivsockenträger, Spaghettikleinschneider, Frauen-Nachname-Annehmer, Beckenrandschwimmer oder Tempolimitbeachter bezeichnet zu werden.
Im Gegenteil! Mädels konnten sich nach Streitgesprächen bei ihren Freundinnen ausheulen, Therapeuten verschleißen und damit sogar Eindruck schinden. Konnten ihre Bibliotheken um Ratgeber zu seelischem Gleichgewicht oder Konfliktlösung erweitern, in Selbstmitleid baden, siebenbändige Tagebücher vollschreiben oder Ich-bin-wieder-mal-an-allem-schuld-Partys veranstalten. Auf denen bekamen sie zu allem Überfluss noch kleine Aufmerksamkeiten wie Plüschtiere, Taschentücher mit kecken Sprüchen oder bunt-gehäkelte Schlafsocken geschenkt. Dann hatten sie neue Erkenntnisse gewonnen, mehrere Flaschen Prosecco geleert oder auf alle, die Prosecco trinken, gehörig geschimpft (zu welcher dieser Gruppen Chrissie gehörte, war ihm klar). Hatten ihr Dilemma aus der Metaebene betrachtet, alle Umstände mehrfach reflektiert, ihr Innerstes nach außen gekehrt und eine neue Diät, ein Verhältnis mit dem Pizzaboten oder ein Buch über Selbstfindung zu schreiben begonnen. Schlussendlich stiegen sie wie Phönix aus der Asche. Gestärkt und bereit zur nächsten Auseinandersetzung, während sich ihre Gegner am nächsten Morgen mit Restalkohol, angekotzten Toiletten, verkaterten Freunden, Bergen von Altglas und anhänglichen Tussis, an die sie sich beim besten Willen nicht mehr erinnern konnten, herumschlagen mussten.
Lousy game!

 

Leseprobe 2

Gedankenverloren wickelte Christl das Verlängerungskabel auf, das zwei Nachmittage und Abende verbindliche Dienste zwischen vitamin.reich und trink.fest geleistet hatte. Im zwischenmenschlichen Bereich klappte das mit den beiden Inhabern nicht annähernd so gut. Woran das liegen mochte?
Zwischen ihr und Richie schienen nicht Welten, sondern Galaxien zu liegen. Wie zwei antagonistische Planeten zogen sie ihre Bahnen. Unberechenbar, wenn sie von ihrem ellipsenförmigen Weg abwichen, sich anzogen und abstießen. Von rätselhaften Kräften bewegt, teilten sie sich Monde, die sie umkreisten, warfen sie Schatten aufeinander und wollten gegen alle Gravitationskräfte der Anziehung des anderen entfliehen. Weil sie nun einmal grundverschieden waren.
In seinen Augen war Christl wohl eine, die ihre Buchstabensuppe dem Alphabet nach auslöffelte. Richie hingegen überlegte voraussichtlich lediglich lapidar, ob es sich, sobald man sie auskotzt, um gebrochenes Deutsch handelte.
Ernährungsumstellung hieß für ihn vermutlich, die Erdnüsse auf seinem Tresen rechts statt links neben dem Zapfhahn zu platzieren. Und bei Körperpflege hatte er mit Sicherheit gänzlich andere Bilder im Kopf.
Doch trotz aller Gegensätze gab es derzeit – außer Charly und deren unglückliche Vorliebe für einen verheirateten Mann – niemand, der sich in ihren Gedanken breiter machte, als der Mann vom anderen Stern. Genauer gesagt, von der gegenüberliegenden Straßen­seite. Unergründbar, weshalb Chrissie-Christl sich in seiner Nähe derart gehemmt und langweilig vorkam. Als wäre das eigentliche Leben bisher an ihr vorbeigezogen. Als hätte sie in einem kleinkarierten Raster gelebt. Als würde sie sich stets auf der mittleren Fahrspur vorwärtsbewegen, ohne einmal ordentlich Gas zu geben, um links außen zu überholen oder von der ebenmäßigen Autostrada rechts in eine Abenteuer ver­sprechende, holprige Nebenstraße auszubrechen.
Vermutlich wäre sie selbstsicherer und selbstzufriedener, hätte sie sich statt Werke der Weltliteratur zu studieren, mehr Sitcoms reingezogen und Asterixzitate auswendig gelernt. Sich dabei nicht nur auf die lateinischen beschränkt, versteht sich.
Vermutlich käme sie mit dem ganzen ›easy way of life‹ besser klar, hätte sie sich in ihrer ›wilden Zeit‹ fürs Kino verabredet und die Stunden dort zum Perfektionieren von Zungenküssen genützt, statt in Bibliotheken, Museen und Büchereien abzuhängen. Alles übrigens Orte ohne ›Happy Hour‹.
Vermutlich hätte sie, statt Bücher in zur Decke wachsenden Regalen anzuhäufen, wie andere Frauen ihres Alters meterlange Kleider­schränke füllen und reihenweise Regale mit Schuhpaaren vollstopfen sollen, deren Anzahl dem heiligen Nikolaus an jedem 6. Dezember Schweiß­perlen auf die Stirn trieb.
Vermutlich stünde sie mehr im Leben, hätte sie sich statt mit griechischer Mythologie und antiken Helden­epen öfter mit dem Fashion-Speak angesagter Modebloggerinnen vertraut gemacht und ihr Taschengeld in Schminkzeug statt in wissenschaftliche Fachzeitschriften investiert.
Vermutlich könnte sie mit Sätzen aus »Fifty Shades Of Grey« besser punkten als mit Zitaten aus »Faust«. »Come, let’s go to bed, I owe you an orgasm« klang nicht nur flockiger, sondern ließe sich auch zielführender anwenden. Selbst, wenn »Der ganze Strudel strebt nach oben; du glaubst zu schieben, und du wirst geschoben.« durchaus zweideutig interpretiert werden konnte.
Plötzlich machte es ihr etwas aus, die neueste Trendfarbe der angesagten Nagellackmarke nicht zu kennen, die so was von ausverkauft war, dass man einen Dealer benötigte. Plötzlich nagte es an ihr, nicht zu wissen, was Frowies waren, was beim Afterwork Clubbing abging und warum – verdammt noch mal – casual smart mit Mode und nichts mit der gleichnamigen Automarke zu tun hatte. Davon hatte sie ungefähr so viel Ahnung wie ein Hafenarbeiter von guten Manieren, ein Löwe von Salatdressing oder ein Baumarktverkäufer von seinem Sortiment.
Sie hatte Aufholbedarf. Dringenden!
Abrupt wurde Christl aus ihren Gedanken gerissen. Soeben fuhr gegenüber zur Abwechslung nach den vielen Last- und Lieferwägen einmal ein flottes Sportcoupé vor. Einige letzte Steinchen spritzten zur Seite, bis der Wagen am Straßenrand eingeparkt war. Ein Mann mittleren Alters in Livree (dass es Derartiges heutzutage überhaupt noch gab) sprang heraus, eilte zur Beifahrertür und öffnete diese dienstbeflissen. Filmreif entstieg eine ältere, elegante Dame in einem grünen Designerkostüm mit passendem, schräg sitzendem Hütchen, der man den teuren Friseur, etliche Gesichtsliftings und hervorragende Kosmetikbehandlungen sogar von der gegenüberliegenden Häuserzeile aus ansehen konnte.
Christl staunte nicht schlecht. Noch mehr, als sie bemerkte, wie ihr vor das Portal geeilter Kontrahent beim Anblick der Ankommenden gewaltig zusammenzuckte. Und sich postwendend in seine Bar zurückziehen wollte. Die herrische, befehlsgewohnte Stimme ließ ihn innehalten, sich unsicher umdrehen. Wer war dieser weibliche Drache?
Nicht bloß ihr Fauchen, auch die Kleiderfarbe legte den Vergleich nahe, stellte Christl belustigt fest. Ein vornehmer Drache gewiss, der sich mit kleinen, gezierten Schritten bewegte und nur so wenig schnaubenden Atem zu bieten hatte, wie die lange, dünne Zigarette hergab.
Welche Macht übte diese Person auf den sonst äußerst selbstbewusst agierenden Mann aus? Richie hatte all seine Souveränität verloren, reagierte unter ihrem Einfluss wie ein kleiner Junge, dem sein Lieblingsspielzeug weggenommen worden war. Ein kleiner Wink genügte, und er machte ihr Platz, hielt die Tür auf und verschwand mit hängenden Schultern hinter der Vorbeirauschenden im Lokalinneren.
Christl rätselte. Von einer Behörde konnte die Gute wohl nicht kommen? Dazu wirkte sie zu weltgewandt, zu gut situiert. Schutzgelderpresser schickten ebenfalls keine Damen jenseits der 50 in Stöckelschuhen zur Erledigung ihrer dunklen Machenschaften. Dem Outfit nach kam eher eine Angestellte einer Werbeagentur oder Filmfirma in Frage. Weshalb jedoch sollten Vertreterinnen dieser Branchen Richie derart offen­sichtlich einschüchtern?
Es dauerte keine 15 Minuten, dann stürmte die Geheimnisvolle aus dem Haus. Jetzt schon deutlich mehr einem wutschnaubenden Ungeheuer gleichend. Vorbei an ihrem Schofför, der in vorauseilendem Gehorsam den Wagenschlag geöffnet hatte, direkt auf das vitamin.reich und seine Inhaberin an ihrem Aussichtsplatz hinter der Auslage zu.
»Also doch von einer Behörde, die nun auch mir das Leben schwermachen will? Oder so eine lästige Umfragetante, die hartnäckig auf der Beantwortung eines unsinnigen Fragenkatalogs besteht?«, mutmaßte Christl, als bereits die Geschäftstür aufgerissen wurde und die Unbekannte mit dem knappen Befehl »Einen Gin-Tonic, aber rasch!« am mittleren der drei kleinen Tischchen Platz nahm.
Bevor Christl ihre Fassung suchen, geschweige denn finden konnte, hatte sich Madame Drache eine weitere Zigarette angesteckt und fingerte ihr Goldfeuerzeug aus der Designerhandtasche. »Hier gibt es keine alkoholischen Getränke, und rauchen ist in meinem Lokal nicht erlaubt«, stammelte Christl, wissend, dass ihre Einwände weder verstanden noch befolgt werden würden. »Ich kann Ihnen Kräuter- oder Grüntee, verschiedene Biosäfte oder einen Smoothie anbieten«, setzte sie geschäftsmäßig fort und fächelte den aufsteigenden Rauch mit ihrer Linken ergebnislos zur Seite.
Der Eindringling reagierte nicht auf ihr Angebot. Christl begann, einen ›Hollywooddrink‹ aus Ananassaft, frisch gepressten Grapefruits und Mangopürree zuzubereiten. Das war ihrer Ansicht nach das angemessenste Getränk aus ihrem Repertoire.
»Kein Respekt, kein Funken Respekt«, schnaubte der Drache in Menschengestalt. Christl zuckte zusammen. Es dauerte eine kleine Weile, bis sie merkte, dass nicht sie gemeint sein konnte. »Was denkt sich dieser unnütze Bengel eigentlich? Hat er je etwas Sinnvolles zuwege gebracht? Werden manche Männer nie erwachsen?« Sie schien keine Antworten zu erwarten. Christl jedoch dämmerte schön langsam, mit wem sie es zu tun hatte.