„Weißt du noch“, fragte sie, „weißt du noch, wie klein unser erstes Bett war und wie es knarzte bei jeder Bewegung, wie winzig die Wohnung und wie dünn die Wände waren? Wir hörten, wenn die Nachbarin den Wasserhahn aufdrehte und der Nachbar sein Wasser ließ, und sie hörten das Knarzen unseres Bettes, jede Nacht!“
„Mhmm“, machte er und faltete die Zeitung auseinander.
„Kannst du dich noch an den Weg im Park erinnern?“, fragte sie, „der am Teich entlang bis nach hinten an die Mauer führte, in den die Büsche hineinwuchsen, wo die Mücken aufstoben, wenn man sich in die Sträucher verzog, an den Geruch der einfallenden Nacht und unseren Hunger aufeinander?“
„Mhmm“, machte er und blätterte geräuschvoll um.
„Weißt du noch?“, fragte sie, „das Gedicht, das du mir nach unserem ersten Kuss geschrieben hast? Ein Engel wäre ich, der aus dem Himmel direkt in deine Arme gefallen sei. Jahrelang habe ich das Blatt Papier aufgehoben und als Lesezeichen verwendet.“
„Mhmm“, machte er und murmelte, „die Nachrichten werden auch immer banaler.“ Dann legte er die Zeitung zur Seite.
Sie begann das Frühstücksgeschirr übereinander zu stapeln und langte nach Block und Bleistift, die in Reichweite lagen.
„Hast du eigentlich noch dieses schwarze Netzshirt“, fragte er, „das ich dir auf unserer Hochzeitsreise gekauft habe? Ich konnte es kaum erwarten, dich darin zu sehen.“
„Mhmm“, machte sie und begann die Einkaufsliste zu schreiben, „Äpfel müssen wir kaufen, die sind im Angebot.“